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Côte-d'Or
2 Flaschen in dieser Region
Die Côte-d’Or, das „goldene Hanggebiet“ Burgunds, gilt als das Epizentrum der weltweit renommiertesten Weinkultur. Auf einem schmalen, kalkhaltigen Kalksteinfelsen erstreckt sich ein komplexes Mosaik aus sogenannten „Climats“ – präzise abgegrenzten Parzellen, die für ihre einzigartige Bodenbeschaffenheit und Mikroklimata weltberühmt sind. Diese geologische Einzigartigkeit erlaubt es den edlen Rebsorten Pinot Noir und Chardonnay, ihre Herkunft mit einer unvergleichlichen Eleganz und Tiefe im Glas zu spiegeln. Die Geschichte des Weinbaus hier ist eng mit der Kirche verknüpft. Schon im Mittelalter erkannten Zisterziensermönche durch sorgfältige Beobachtung der Böden das enorme Potenzial dieses Terroirs. Über Jahrhunderte kultivierten sie die Weinberge mit fast wissenschaftlicher Akribie und legten damit das Fundament für die bis heute geltende Klassifizierung. Diese tiefe Verwurzelung in der Tradition macht die Côte-d’Or zu einem lebendigen Denkmal der Weingeschichte, das seit 2015 zum UNESCO-Welterbe zählt. Ein berühmtes Beispiel für die Wertschätzung dieser Region liefert der burgundische Herzog Philipp der Kühne. Im Jahr 1395 erließ er ein Dekret, das den Anbau der ertragreichen, aber qualitativ minderwertigen Sorte Gamay zugunsten des edlen Pinot Noir in der Côte-d’Or untersagte. Er bezeichnete den Gamay damals als „eine sehr schlechte und ungetreue Pflanze“, die das Prestige der Region gefährde. Dieses frühe Qualitätsbewusstsein prägt den kompromisslosen Anspruch der Côte-d’Or bis heute und macht jeden Tropfen aus diesem Landstrich zu einem exklusiven Zeugnis höchster Handwerkskunst.
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